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2014-07-19
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2014-07-19 / Fahrt Steyr > Gross Beuchow
Schon der alte Haudegen Siggi (naja, soo alt ist er nun auch noch nicht..., wobei... ) meinte vor geraumer Zeit: "Jooaaaa, des isch schon wait...".
Die Fahrt nach Torun würde kein Honiglecken werden. War er doch schon 2011 dort gewesen und hat logistisch gesehen von uns die weitaus größte Erfahrung.
Sein Tipp war in Berlin einen Zwischenstop einzulegen, um dann am nächsten Tag gemütlich nach Polen weiterzufahren.
Ha! So ein Weichei denken wir. Des mochma scho, do foa ma duach ... naja... es kommt irgendwie anders.
So, Reset, Örtlichkeit: Steyr. Der Start unserer Reise.
Pünktlich, mit der üblichen, geplanten Jürgen-Stunde Verspätung wegen Kofferpackens brausen Jürgen und ich um 7 von Steyr los.
Der Fox in Wels will ja abgeholt werden, wartet er seit einigen Stunden so ganz alleine dort auf uns.
Schnell den Fox an die weiße Raubkatze anhängen, und schon schnurren wir los. Miezekatze vorne mit Hänger, ich hinten im weißen Münchner Montagsfahrzeug.
Ich hole in Wels noch schnell ein paar Medikamente und Wurschtsemmeln, und Cola auch noch, ... und Süßigkeiten. Man weiß ja nie wie es wird...
Nach ungefähr 1,5 Stunden Fahrzeit hole ich Jürgen irgendwo zwischen Passau und Regensburg ein und wir fahren im Convoi ganz brav dahin.
Irgendwie zaht sich die Fahrt unglaublich, fahren wir ja nur zwischen 80 und 90 dahin.
Als dann das Thermometer um 11:00 auf 30°C gestiegen ist, wirds auch relativ schnell ungemütlich im Auto, ohne Klima geht jetzt gar nix mehr.
Irgendwann nach Dresden schleicht sich ziemliche Müdigkeit ein (sind wir doch erst um 12 schlafen gegangen und um 05:30 aufgestanden, .... OHHH MANN).
Wir entschließen uns aus Sicherheitsgründen in "Gross Beuchow" (klingt polnisch, ist es aber nicht) einen Zwischenstop einzulegen.
Rasch ist ein Hotel gefunden, wo wir den Hinweis bekommen es wäre ein Badesee gleich in der Nähe. Grins x2.
Der Rest des Tages besteht aus Muskellockerungsübungen, Essen, Computern, Programme checken und ausdrucken, Abschalten, Chillen, Pennen.
Ganz langsam kommt trotzdem sowas wie Urlaubsstimmung auf. Ach ja, wir sind ja auf Urlaub... Mannoooo cool!
BTW: In Deutschland hat mans nicht so mit WLAN im Hotel... wir landen schon wieder an einem Ort ohne WLAN.
Da kannst eigentlich nur mehr den Kopf schütteln (jetzt fragt sich natürlich der nachdenkerische Leser wie ...).
2 pictures, last one added on July 21, 2014
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2014-07-20
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2014-07-20 / Fahrt Gross Buchow > Torun
Zeitig in der Früh stehen wir auf und tuckern mit unserem Konvio Richtung Polen.
Die Gegend vor der Grenze ist echt nett, und wir befinden uns in einer landschaftlich trotz aller Flachheit interessanten Gegend.
Schlagartig ändert sich der Stil als wir Frankfurt an der Oder erreichen. Plötzlich fühlt man sich wie "mitten in Russland", obwohl man davon noch weit entfernt ist.
Viele Autobahnkilometer später erreichen wir dann die Nähe von Torun. Auf Landesstraßen (also Feldwegen) erreichen wir dann die Stadt, in der wir uns nicht so recht auskennen.
Aber mit Hilfe von einer netten Passantin und Siggi am Telefon schaffen wir auch diese Hürde ohne Schreikrämpfe (zumindest nicht in meinem Auto).
Am Flugplatz angekommen können wir unserem Hänger ein nettes Plätzchen sichern. Danach gehts gleich zum Papiercheck, dann das erste Mal heute was essen, es ist inzwischen 1600 Uhr.
Dann stecken wir mit Hilfe von Siggi den Fox zusammen. Am schier unendlich lang erscheinenden Flugplatz ziehen wir unseren Flieger zum Startpunkt raus, und es geht rasch los.
Jürgen startet und trainiert seine Free. Auch ich schließe mich an und trainiere das erste Mal meine Free (hat schon Tradition, leider ...).
Ein böser Regenschauer zieht dann am Abend über den Platz, und ziemlich viele werden ziemlich böse nass. Den Fox konnten wir allerdings schon vorher in den Hangar stellen, was für ein Glück.
Irgendwie ging dann der Tag doch noch zu Ende, und wir teilen uns die einzige Dusche am Platz mit den deutschen Fliegerkameraden, die inzwischen auch eingetrudelt sind.
1 pictures, last one added on July 23, 2014
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2014-07-21
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2014-07-21 / Trainingstag 1
Die gestrigen "üblen" Hinweise auf das 07:30 Briefing (was für eine unchristliche Zeit) bewahrheiten sich.
Wir wissen das weil wir ja brav hingehen. So erfahren wir dass wir im ersten Trainingsdurchgang mit den Nummern 11, 27 und 28 drankommen.
Irgendwie sind wir gefühlsmäßig überhaupt nicht "angekommen", wir fühlen uns auch im Flugzeug äußerst fremd. Siggi ist ja schon länger da, und der wohnt quasi bereits im Swift. Ein echter Berserker.
Liegt vermutlich daran dass wir seit Feuerstein nicht mehr geflogen sind. Der Ärger mit der Maschine und die wenige Zeit aufgrund des Vor-Urlaubs-Stresses in der Firma zollen Tribut.
Die Figuren gestern waren teils gräßlich häßlich, aber wir reißen uns heute zusammen und biegen nicht nur die Flächen her, sondern auch ansehbare Programme in den Himmel.
Die Schlepperei mit den Jungs vorort hier funktioniert gut. Eine Extra reißt uns mit 6m/s nach oben, und die Yak-13 (ich hoffe das stimmt jetzt) mit Sternmotor leistet mit 2-3 m/s auch gute Dienste.
Den frühen Nachmittag nutzen wir für dringende Einkäufe und Logistik. Ein wissen wir seit Dubnica ganz genau: dass man ohne funktionierende Logistik nicht lange gut aufgelegt bleibt.
Das Restaurant ist supergünstig und supergut, offensichtlich hat man sich im Gegensatz zu 2011 hier bemüht die Dinge zu verbessern.
Wir haben auch Kochausrüstung mit, womit wir uns das Frühstück selbst machen können und auf niemanden angewiesen sind, denn das funktioniert hier (noch) nicht, wir hoffen.
Inzwischen haben wir uns an das Klima hier etwas gewöhnt, die 34°C mit hoher Luftfeuchte sind nicht jedermanns Sache (also meine gar nicht).
Ich sag immer: 15°C und 30% relative Luftfeuchte mit 7/8 Schichtbewölkung sind genug für jeden.
Ich ernte immer und überall Unverständnis dafür, vorallem bei den italienischen Fliegerkameraden ... komisch, warum nur?
Der Nachmittag geht drauf für Logistik, und am späteren Nachmittag gehts für mich dann nochmal ab in die Luft.
Nun habe ich meine neu Kür bereits das dritte mal geflogen, und noch nie ohne eine HZ. Cool.
"Mein lieber Kollege... bei Ihnen, und das ist ja wirklich ausgeprägt wie wir es noch nie sahen, orten wir das allergrößte Potential für den Ausbau Ihrer Fähigkeiten. Großartig wie sie das machen, weiter so und herzliche Gratulation! Herzlichst... ".
Naja, wird schon werden. Nix iss ja schon, da kanns nur noch besser werden.
Wie sagte einst Toni Pfeffer in der Pause mit 0:5 Rückstand (wars gegen Spanien?): "Najo, hoch wer mas nimma gwinnan...".
Der Abend geht drauf für die Montage der Logos unseres neuen Sponsors.
Ach ja, und leckerem Essen natürlich, versteht sich. Es gibt zwar nicht die riesen Auswahl hier, aber das was die Mädels in der Küche fabrizieren ist wirklich nicht übel! Mahlzeit!
Morgen ist auch wieder ein Tag (also rein theoretisch)...
Morgen ist letzter Trainigstag. Schluck, bald ist es wirklich Ernst.
Morgen ist wieder Hitze angesagt, Juchuuu!
Morgen ist auch wieder frühes Aufstehen angesagt (06:30), es is wirklich zum ...
Stay tuned,
Jürgen & webmasta
1 pictures, last one added on July 22, 2014
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2014-07-22
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2014-07-22 / Trainingstag 2
Nach dem äußerst spannenenden Aufstehen um 06:30 findet das übliche Briefing pünktlich um 07:30 statt.
Alles beim Alten, und die Schiedsrichter rund um den Hauptverdächtigen "Kuchenbichler Philipe" sind auch schon da.
Ein nettes Meet-and-Greet von alten Haudegen und jungen Nichtskönnern halt.
Ich darf als Nummer 14 an den Start gehen, Jürgen mit Nummer 41. Siggi mit 48 kurze Zeit später.
Jürgen schafft es auch einen zusätzlichen Jugding Flight zu ergattern, welchen er mit einem bösen Fehler bespicken muss.
Die Schiedsrichter fallen natürlich zum Teil drauf rein, wobei man sagen muss dass man bei einer Cuban-Eight wirklich viele Variationsmöglichkeiten hat.
Grundsätzlich kann man sagen dass es schon von der Früh weg saumäßig heißt ist. Die Sonnne brennt bei teils blauem Himmel unerbittlich vom Himmel, echt mieses Wetter.
Als später dann auch noch die Bummerln links und rechts aufsteigen und der Wind extrem stark wird wirds wirklich ungemütlich. Literweise Mineral und süsse Getränke wechseln den Ort, denn wenn man da nicht aufpasst kann man schnell kollabieren.
Unverständlich für mich sind die Typen die ohne Leiberl (= T-Shirt) und ohne Kappl (= Helm, Hut) rumrennen und dabei lachen *kopfschüttel*.
Jürgen läuft schön langsam zur Hochform auf und fühlt sich trotz ordentlichem Handikap mit seiner Schulter sauwohl.
Auch Siggi ist gut drauf, nur bei mir sind die Konzentration und das Gefühl für den Flieger vollkommen im Keller und wollen auch nicht kommen. Wir sind gespannt auf das morgige Eröffnungsbriefing, und die Startreihenfolge.
Die Organisation am Platz läuft jetzt auch ordentlich an, und die Jungs und Mädels von hier sind stehts bemüht und freundlich.
Und heute lernen wir auch noch die örtlichen Palatschinken mit Erdbeermarmelade bzw. Topfen von der Haus-Chefin kennen ... BIST DU DE.....! Völlerei ist kein Verbrechen! OK, somit steht einem tollen Wettbewerb nichts mehr entgegen!
3 pictures, last one added on July 22, 2014
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2014-07-23
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2014-07-23 / 1. Wettbewerbstag
Soooo, nun ist er da der erste Wettbewerbstag.
Das Eröffnungsbriefing wird zügig und ohne besondere Vorkommnisse abgehandelt, alle Offiziellen und Offiziellinnen begrüßt.
So, und jetzt ist auch gleich wieder Schluss mit Gendering, wir wollen ja fertig werden.
Die Wettebwerbsleitung ist sich absolut sicher "den Wind im Griff zu haben", und so staunen wir ordentlich als dann doch stärkerer Wind aufkommt. Bohhaaaa!
Wie kann das sein? Was ist passiert? Großes Staunen stellt sich ein... Vielleicht sollte man nicht so hochnäsig sein und sich zum Wettergott krönen *ätz*.
OK, also Jürgen käme laut Startliste als Nummer 16 dran, und irgendwie sieht es auch so aus als ob das funktionieren könnte.
Dann werden ca 1,5 Stunden mit Boxflug der Motormaschine und dem Warm-Up Pilot vergeudet. Nun ist der Wind so stark dass man am Boden allgemein nervös wird.
Alle rennen und reden herum, Telefonate und Funksprüche werden hektisch geführt. Rundherum schauerts, blitzts, donnersts.
Die ersten drei Piloten können noch starten, aber dann wirds regnerisch. Nach einem ganz kurzen Schauer schwacher Ausprägung sind plötzlich keine Leute mehr am Start.
Alles verwahrlost. Wo sind denn alle? Wurscht, werden schon wieder kommen.
Wir vertreiben uns die Zeit mit dem amerikanischen Piloten Jason, der schon 2007 in Niederöblarn an der WM teilgenommen hat.
Dann tut sich doch wieder was, der Bewerb soll weitergehen. Just in diesem Moment denken sich Jürgen und ich... hm.... das Gewitter da hinten erwischt uns sicher.
Sollen wir lieber zsammpacken und reinfahren? Sind immerhin 1,5 Kilometer...! Als ca 10 Minuten später widerrum der offizielle Abbruch kommuniziert wird, ist eigentlich schon alles zu spät.
Noch während wir mit der Raubkatze den Fox im High-Speed Schlepp am Asphalt zurückziehen, erwischt uns mittendrin der Schauer.
Wir rennen schneller als alle anderen, was das Zeug hält, und wechseln uns alle 300 Meter ab.
Trotzdem bekommen wir ordentlich was ab, Gott sei Dank ist es nur Wasser und ganz kleiner Hagel in Stecknadelkopfgröße. Was für ein Glück!
Der Hangar wird komplett eingeräumt, dank der Hilfe von den lokalen Jungs geht das sehr effizient von Statten. Ende des Flugtages.
OK, dann wechseln Palatschinken den Besitzer, und die Computer werden angestartet... und Ihr dürft lesen.
1 pictures, last one added on July 23, 2014
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2014-07-24
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2014-07-24 / 2. Wettbewerbstag
Der zweite Tag beginnt mit hoher Schichtbewölkung und starkem Wind bis 15 m/s in der mittleren Schicht.
Das Briefing scheint etwas unorganisiert, da die Entscheidungen über das weitere Vorgehen quasi "vor Publikum" getroffen werden (nachdem wir den Bericht vom Meteorologen gehört haben).
Stündlich werden Windmessungsflüge durchgeführt, ist nicht ganz einfach die Situation für den Veranstalter.
Der gestrige Hagelsturm, der wirklich plötzlich entstanden ist, hat auch heute noch Nachwirkungen.
Seitens des tschechischen Teams wurde die dringende Bitte an den Veranstalter gerichtet bei Unklarheiten über den weiteren Wetterverlauf etwas früher zu reagieren und den Bewerb zu rechtzeitig zu stoppen.
Immerhin benötigen wir mindestens 15 Minuten um vom Startplatz zu den Hangars zu kommen. Im Falle eines schweren Hagels (gestern hatten wir Glück dass es stellenweise nur leichter Hagel war) wären viele Hochleistungssegelflugzeuge dieser Erde zerstört, der Sport um Jahre zurückgeworfen, ganz abgesehen von den finanziellen Problemen vieler Vereine.
Man kann sich vorstellen wie es unserem Teamkameraden aus Deutschland mit seiner LO100 ergangen ist gestern... einfach nur schlimm.
Wir sitzen nun beim "extended-breakfast" mit Eierspeis, Fleisch, Paradeiser (Paradeiser != Tomaten), Käse, und ... Salat (Salat?!?!)... und unterhalten uns über die neue Kür ...
tbcd'
Um 11:00 findet im großen Zelt die Auswahl der Figuren für die Unbekannten Programme statt. Zu Beginn werden 27 Figuren für die Advanced ausgesucht.
Inzwischen ist es 12:00 geworden, und die Advanced ist noch nicht fertig.
tbcd'
Irgendwann um 14:00 Uhr ist die Sitzung vorbei, die Figuren sind nun beinander.
Der Rest des Tages wird von offizieller Seite gecancelt, und wir vertreiben uns den Tag mit Auspannen und Freizeitaktivitäten.
Die Großwetterlage lässt darauf schließen dass wir in den nächsten Tagen vermutlich nicht fliegen werden.
Lässt der Wind nach kommt Regen, geht der Regen weg kommt der Wind.
Gute Nacht und bis morgen!
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2014-07-28
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2014-07-28 / 6. Wettbewerbstag
Das übliche Briefing dauert heute länger. Es gab ja gestern einige Ereignisse, die seitens Flugbetrieb und Jury diskutiert werden mussten und nun bekanntgegeben werden müssen.
Um 0945 geht nun der Flugbetrieb los, und ich darf als Nummer 24. starten (also als 8er an diesem Tag). Es herrschen recht gute Bedingungen, mittlerer Wind und kaum Turbulenzen.
Mein Flug gelingt zusammengefasst gesagt einfach überhaupt nicht, obwohl ich wirklich gut drauf bin. Am Ende stehen zwei komplett versemmelte Figuren, und die Frage was man in der Vorbereitung anders hätte machen können. Außerdem die Erkenntnis dass man vor einer WM ein Trainingslager machen sollte. Vielleicht gehts dann ja besser. Momentan beschäftigen uns aber technische Probleme am Flugzeug welche wir zwischen den Flügen hinbekommen müssen. Die Stimmung ist bei allen von uns im Keller, und die Hitze ist beinahe unterträglich geworden...
Vielleicht gibts etwas später was positives zu berichten wenn Jürgen (als 34.) geflogen ist.
tbcd'
Jürgen kommt also tatsächlich noch an die Reihe. Er findet die notwendige Ruhe vor dem Flug trotz gut gemeinter Tipps von anderen Piloten wegen Windkorrektur und stellt ein wirklich solides Programm in die Box.
Viele Figuren sind sehr ansehnlich, und wir freuen uns mit ihm am Boden beim Kommentieren mit. Kleine Abweichungen bei den Winkeln verhindern leider eine noch bessere Platzierung, aber der 17. Platz ist schon mal recht gut. Somit ist der Tag gerettet, und wir erfreuen uns beim französischen Abend an vielen Leckereien des Französischen Teams.
Die Temperatur hält bis in die frühe Nacht an, sodaß auch das Einschlafen inzwischen recht schwierig wird.
Trotz offenem Fenster und langer Schattenphasen am Abend hat es im Auto immer noch 26°C.
Guats Nächtli!
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2014-07-29
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2014-07-29 / 6. Wettbewerbstag
Bereits in der Früh knallt die Sonne aufs Autodach, sodass ich schon vor 7 Uhr hellwach bin.
Irgendwelche Fliegerkameraden streiten um die letzten Essensreste die auf dem Tisch draußen herumkugeln (die brauchen allerdings keine Lizenz). Durch ein paar Schläge mit der Hand aufs Dach lassen sie sich aber dazu überreden abzuhauen.
Das morgentliche Briefing ist diesmal recht kurz, und der erste Start soll schon um 08:55 losgehen.
Tatsächlich dauert aber alles viel länger (wie üblich), und wir schaffen bis um 14:00 nur 11 Starts.
Immer wieder gibts Unterbrechungen wegen Wind, Pausen, u.s.w. . Unser Siggi fliegt als Nummer 9.
Er geht sehr konzentriert an den Start, und wir sind guter Dinge, dass er sein Kür in die Box zaubert, dass einem die Ohren wackeln.
Irgendwie bekommt er aber ein Problem mit der Höhe, was er schon vorm Start progonstiziert hatte.
Er ist am Ende seines Programmes gezwungen einen Immelmann (über die Sinnhaftigkeit dieser Figur an letzer Stelle kann man 1 Jahr lang streiten...) aus 200m mit 200km/h zu fliegen.
Die halbe Rolle oben (noch dazu mit Wind) ist dann entsprechend schwierig. Trotz Tricks und Können biegt der Swift etwas ab, was in der Wertung leider kräftige Abzüge bringt.
Etwas frustriert über dieses Ereignis und über die Benotungen im Gesamten gehen wir nun mal essen ...
Vielleicht gibts dann später Erfreuliches über meine Kür zu berichten...
Da fällt mir ein: Ich werde heute das erste Mal meine Kür fliegen, das wird sicherlich UHHHR SUPER :)
tbcd'
Nun ist es inzwischen 15:00 geworden, und wir sitzen nach wie vor im Restaurant und suchen vor der Hitze Schutz.
Die Piloten des Veranstalters machen offensichtlich gerade Windmessungen. Hier unten bläst der Wind ordentlich, und die Cumuli ganz oben ziehen auch relativ schnell vorbei.
Wenn man deren Höhe von mindestens 2500 Metern in Betracht zieht kann man sich zusammenreimen dass oben auch starker Wind geht.
tbcd'
Der Bewerb geht nun weiter, und sämtliche Unlimited Piloten kommen zum Fliegen. Immer wieder vorkommende Unklarheiten bezüglich des Windes beschäftigen Piloten und Flightline.
Als 30. durfte ich dann an den Start, und ich war voll motiviert das österreichische Team rauszureißen. Irgendwie... naja... gings dann doch etwas anders ab als gewollt.
Lange Rede kurzer Sinn: Bremsklappen ausgefahren während gestoßener Rolle kostet Figurenpunkte und Höhe. Ein "Ich-wills-jetzt-wissen-Weibchen" wird zum Männchen und das HMD meldet sich lebend vor dem letzten Rollenkreis. Was soll man sagen: was schiefgehen kann geht auch schief. Wir warten nun noch die Eingabe der Wertungen ab, kann noch etwas dauern.
btw: falls jemand noch nicht die Ergebnislisten gefunden haben sollte: http://www.civa-results.com
Den Rest des Abends werden wir wohl mit Essen und schlafen verbringen.
Morgen ist dann die Advanced mit ihrer ersten Unbekannten dran...
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2014-07-30
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2014-07-30 / 7. Wettbewerbstag
Gestern Abend brach das Große Chaos über den Campingplatz herein.
Just als wir gesammelt bereits im Taxi sitzend in die Stadt fuhren braute sich über dem Gebiet hier ein sehr heftiges Gewitter zusammen.
Im Rückspiegel sahen wir einige Blitze niedergehen, aber wir erreichten unser Restaurant in der Innenstadt rechtzeitig.
Jene welche am Platz zurückblieben waren von der Entwicklungsgeschwindigkeit so überascht, dass sie nur mehr in naheliegende Unterkünfte bzw. Autos flüchten konnten.
Der Sturm muss heftig gewesen sein, ein abbrechender Ast einer Föhre mit der Masse von ca 100kg durchschlug das Dach eines Campingwagens unserer deutschen Fliegerkameraden.
Nicht auszudenken was hier passieren hätte können wenn wir alle da gewesen wären. Wir reparierten den Schaden behelfsmäßig sodass unsere Kameraden trotzdem den Wagen weiter benutzen konnten.
Ein weiterer Campingwagen wurde gewaltsam vom Vordach befreit. Ein Zelt wurde von den Regenmassen teilweise geflutet.
Heute sticht die Sonne wieder vom Himmel, bereits um 0900 hat es 25°C, der Himmel ist wolkenlos. Für den späteren Nachmittag sind schwere Gewitter vorhergesagt.
Die Advanced startet in Kürze mit der ersten Unbekannten los, Jürgen wird mit Nummer 30 an den Start gehen. Wir erwarten den Start irgendwann zwischen 1200 und 1400 herum.
Haltet uns die Daumen!
tbcd'
So, nach der Mittagspause um 1500 geht also Jürgen an den Start und... was soll man sagen: "Woa la" (oder wie die Franzosen sagen... dass man das anders schreibt wissma scho...).
Jürgen erkennt früh dass das Programm kein Höhenproblem hat und lässt den Fox ordentlich schießen. Leider sind zwar die Linien nach oben noch nicht ganz so perfekt wie erwünscht, und es schleichen sich auch kleine Unsauberkeiten ein, aber er plaziert sich wieder ins Mittelfeld und bestätigt damit seine Leistung vom vorigen Flug. Wir sind entzückt!
Die Advanced ist bald mal fertig, sodaß auch noch die Unlimited losstarten kann.
Ich darf mit Nummer 5 an den Start. Die erste Unbekannte ist ja wirklich kein Honiglecken, insgesamt sind 5 Figuren dabei die ich noch nicht geflogen bin.
Ein paar Tips von Sandor Katona, Eugen Schaal und Siggi helfen mir aber dabei das Programm ohne grobe Schnitzer herunterzufliegen.
Und das Ergebnis ist: endlich kein letzter Platz mehr. Endlich bin ich in der Unlimited angekommen, ich hatte ernsthafte Zweifel.
Die so gefürchtete Figur 2 (ein-einviertel Rückentrudler mit angeschlossener drei-viertel Gestoßen abwärts) ist in Wahrheit eine Pimperlfigur.
Depperterweise ist mir bei Stoßen wieder die Bremsklappe komplett ausgefahren.
So viele hatten sich gefürchtet, wollten Einspruch erheben bla bla bla, der ganze Käse. War alles umsonst... :)
Am Abend wird vom Tschechischen Team ein gemütlicher Gourmetabend organisiert, zu welchem wir gesammelt antreten.
Übrigens wurde aus den Gewittern nix. Gar nix. Bis jetzt... (23:47)
Gute Nacht!
1 pictures, last one added on August 02, 2014
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2014-08-01
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2014-08-01 / 9. Wettbewerbstag
Der heutige Tag beginnt mit dem üblichen Briefing um 0800.
Ein angenehmer Wolkenschirm liegt über Torun, der lästige Sonneneinstrahlung verhindert. Es sieht gut aus dass wir mit der Unknown 1 der Unlimited weitermachen können.
Auch Siggi startet los und biegt das Programm herunter. Danach starten noch einige Piloten, allerdings landen sie wieder da sich tiefe Wolken durch die Box schieben.
Inzwischen finden Jurymeetings mit den Piloten statt, es wird diskutiert ob man die Klassen in 50% / 50% splitten soll oder nicht (Klassen, nicht Programme!).
Voerst wird entschieden die Advancedklasse zu splitten.
Das Satellitenbild sagt gerade nichts gutes voraus, vom Süden her schiebt sich ein großer Teppich über das Gebiet.
Momentan ist wieder kein Flugbetrieb, irgendwie steckt alles fest.
tbcd'
OK, es ist inzwischen 16:00 geworden, und die Unlimited hat vor kurzem die Unknown 1 beendet.
Wir warten äußerst gespannt auf die Auswertung, die - vielleicht absichtlich - etwas auf sich warten lässt.
Aktuell fliegt die Advanced ihre Unknown Free, und zwar nur 50% des Teilnehmerfeldes.
Falls die Unlimited am späteren Abend noch mit der Unknown Free beginnt, bin ich sicher nicht dabei, Siggi vielleicht schon noch... die Spannung steigt ins Unermessliche ...
tbcd'
OK, die Wertungen sind nun offiziell. Siggi landet mit seinem Flug auf dem 9. Platz in der Unknown 1.
Die Unknown Free der Unlimited wird nach langen Diskussionen doch gestartet, und soll als ganzes geflogen werden, mit Reserve morgen Vormittag.
10 Piloten können starten, dann wird abgebrochen. Mist, wäre ich doch als Nummer 11 an der Reihe und allerhöchst motiviert.
Morgen werden wir wohl früh aufstehen müssen... Mist.
11 pictures, last one added on August 11, 2014
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2014-08-02
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2014-08-02 / 10. Wettbewerbstag
OK, Aufstehen um 0510, Kaffee reinschütten, dann um 0600 zum Briefing, dann zum Flieger und raus zum Start.
Der erste Flug der Schleppmaschine verläuft nicht besonders erbaulich, taucht sie doch nach ca 200m in die Wolken ein.
OK, das große Warten ist angesagt.
Um 0800 dann die Entscheidung, "no more flights today", was soviel heißt: Bewerb ist aus.
Na gut, dann also gleich direkt zum extended-breakfast, und die Logistik erledigen.
4 pictures, last one added on August 02, 2014
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2014-08-03
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Wir reisen um 10:30 von Torun ab, und entscheiden uns für den Weg südlich durch Tschechien direkt nach Stockerau.
Geplante Ankunft ca 20:30. Alles funktioniert tadellos bis ca 50 km vor Brünn. Leider, wie bei jeder WM bisher, verabschiedet sich eines unserer Fahrzeuge (1x darf geraten werden welches), und wir kommen zum kompletten Stillstand. Der Kühler ist geplatzt, womit vorerst nichts mehr geht.
Ein paar Szenarien werden durchgedacht, und am Ende entscheiden wir uns dafür den ÖAMTC anzurufen. Dort setzt man alle Hebel in Bewegung, und denkt ein paar Szenarien mit uns gemeinsam durch. Die Mitarbeiter können uns einen Autotransport bis über die österreichische Grenze organisieren (dank Schutzbrief!), sodass wir mit nur 2 Stunden Verspätung in Österreich ankommen.
Eine tolle Leistung, und der Tag ist gerettet.
Resüme:
Unsere Teilnahme an der WM war durchaus nicht so erfolgreich wie in Dubnica 2012.
Allerdings muss man sagen dass mit dem heurigen Trainingsstand nicht mehr zu erreichen war (das gilt für beide) und der Sprung von der Advanced in die Unlimited (das gilt für mich) natürlich keine großen Jubelszenarien erwarten ließ.
Ein Trainingslager direkt vor der nächsten WM wird dringend notwendig sein, damit wir nicht wieder mit runtergelassenen Hosen antreten müssen (das betrifft beide).
Jürgen hat endlich sein Rollen-Problem aus der Welt geschafft. Durch das laufende Feedback und die Analyse mit Kamera und Bodenbeobachtung rollt er nun wirklich sauber. Jetzt arbeiten wir noch an den 45-er Linien.
Ich selbst habe den "Sprung" in die Unlimited geschafft, und in der Unknown 1 mit zufriedenstellendem Erfolg (22. Platz von 32 Teilnehmern) unter Beweis gestellt. Jetzt heißt es weiterhin trainieren trainieren trainieren, und u.U. beim nächsten oder übernächsten Mal das Flugzeug wechseln...
Siggi ist heuer auch nicht unbedingt glücklich über sein Ergebnis, hat er doch brav trainiert und ist - aus unserer Sicht - gut geflogen. Das Saufen in der Box bei seiner Kür hat ihm nicht geholfen, und die Kür mit dem Saufen in die Box zu pressen ist alleine schon eine Leistung für sich! Aber so ist das leider in diesem Sport, eine Portion Glück braucht man.
Viele Grüße an alle braven Leser,
Jürgen & webmasta
3 pictures, last one added on August 04, 2014
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